Der Beginn einer rechtspopulistischen Karriere

Karriere
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1995/1997

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Der Diskurs
„Klerikale Unternehmen werden benachteiligt“
begann Anfang der 1990er Jahre.

1. Durch Änderung der Krankenhausfinanzierungsgesetze garantierte der Staat nicht mehr die kostendeckende Finanzierung.
Klerikale Kliniken mussten sich nun in einem gewissen Umfang auch „am Markt“ behaupten. Zugleich schützte der Staat weiterhin ihre Privilegien (Steuerfreiheit, keine Betriebsräte, Pflicht der Beschäftigten zur Kirchenmitgliedschaft etc.)

2. In der Folge der „Wiedervereinigung“ konnten sich Klerikale Konzerne in der ehemaligen DDR riesige Besitztümer aneignen, darunter ganze DDR-Bezirkskrankenhäuser von der „Treuhand“. Dies beförderte im klerikalen Milieu betriebswirtschaftliche Strategien und ein entsprechendes Denken. Man gründete nun GmbHs und Aktiengesellschaften Der Anspruch auf idelogische Christianisierung wurde trotzdem sogar noch verschärft.

3. Anfang der 1990er Jahre wurden klerikale Krankenhausfirmen auch in den Medien noch als „Privat-Kliniken“ bezeichnet (siehe Ausriss Hamburger Abendblatt von 1995). Danach nur noch als „frei-gemeinnützig“. Diese Sprachregelung soll die klerikalen Firmen von den privaten Klinik-Konzernen abgrenzen, obwohl die „gemeinnützigen“ Firmen auch rein privatwirtschaftlich sind. In der Statistik wird dadurch verdeckt, dass es kaum noch öffentliche Kliniken gibt. Man zieht von der Zahl der Privaten die „Gemeinnützigen“ einfach ab.

Dietrich Wersich war in Hamburg der erste Politiker, der diese neue Konstellation für eine Kampagne gegen die kommunalen Kliniken nutze.

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Dietrich Wersich:
Aufstieg und Fall eines pro-klerikalen Rechtspopulisten

(1995 bis 2015)
Eine Kurzdarstellung in 40 Abbildungen

Eine Extended Version zu diesem Thema gibt es auf dem IGDRA-Blog http://keindiakonieklinikumblogger.org/ Hier klicken
Insbesondere auf den Seiten:
Dietrich Wersich (Sozialsenator) und
Zwischenberichte 2015 (zu Wersichs Ende)

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