2005 – Der „Investor“ kommt zum Kassieren. Wersich mit seinem Ex-Chef

Agaplesion
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■ Wersich war Arzt bei der Gründungs-Holding der Frankfurter Agaplesion AG . Bernd Weber, der Vorstandsvorsitzende dieser Aktiengesellschaft war zuvor Dietrichs Wersichs Chef. Er kam 2005 aus Frankfurt ins Hamburger Rathaus, um sich bei Wersich Millionen aus Krankenhaus-Investitionsmitteln und eine Sahnegrundstück in bester Lage abzuholen. Dieses musste allerdings erst noch privatisiert werden.

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Agaplesion gAG
Mehrheitsaktionäre: Stiftungen und Diakoniewerke der Methodistenkirche.
Umsatz: übers 1 Milliarde Euro (viertgrößter Klinik-Konzern).
Rund 100 Tochterfirmen: 30 Kliniken, 35 Seniorenheime, 50 Servicegesellschaften, 10 Pflegedienste, 15 MVZs, 3 Personal- und Beratungsfirmen in 35 Städten.

Mitte 2002 in Frankfurt gegründet. Die Wahl derr Rechtsform „AG“ zielte auf Zentralisierung und Expansion. Gegründet wurde die AG vom Diakoniewerk Bethanien e.V. mit der Frankfurter Diakoniekliniken gGmBH als Basis. Dann kam die Expansion nach Darmstadt, Heidelberg und Hamburg, die Gründung von Service-Gesellschaften zwecks Outsourcing und die Rückwärts-Integration der Gründungsgesellschaften in den Konzern. Agaplesion spezialisierte sich auf die Übernahme angeschlagener Kliniken und Altenheime, die nach einem Standardkonzept saniert werden. Mit den Profiten werden Neubauten finanziert. Durch gute Kontakte zur Politik kommt man – nicht nur in Hamburg – an wertvolle Grundstücke heran. Auf diese Weise erreichte die AG ein jährliches Wachstum von 25 Prozent.

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Dietrich Wersich:
Aufstieg und Fall eines pro-klerikalen Rechtspopulisten

(1995 bis 2015)
Eine Kurzdarstellung in 40 Abbildungen

Eine Extended Version zu diesem Thema gibt es auf dem IGDRA-Blog http://keindiakonieklinikumblogger.org/ Hier klicken
Insbesondere auf den Seiten:
Dietrich Wersich (Sozialsenator) und
Zwischenberichte 2015 (zu Wersichs Ende)

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